Tipps für beeindruckende Porträtaufnahmen

Licht verstehen: Der Pinsel der Porträtfotografie

Natürliches Fensterlicht meistern

Positioniere dein Modell seitlich zum Fenster, drehe sanft das Kinn zum Licht, und nutze einen weißen Reflektor oder eine helle Wand gegenüber, um Schatten zu mildern. Morgens und spätnachmittags wirkt das Licht weicher, schmeichelnder und besonders hautfreundlich.

Hartes vs. weiches Licht kreativ nutzen

Mittagssonne wirft harte Schatten, die Charakter betonen können. Suche einen Gebäudeschatten, nutze Diffusoren oder ein Tuch, um das Licht weicher zu machen. Für dramatische Akzente setze hartes Licht bewusst ein und lasse Konturen klar sprechen.

Gegenlicht für Glanz und Tiefe

Platziere die Sonne hinter dem Kopf, erhalte einen zarten Haarkranz und trenne Motiv vom Hintergrund. Belichte leicht ins Plus, um Gesichter nicht absaufen zu lassen. Ein kleiner Reflektor vorne bringt Augen zum Leuchten und verleiht dem Blick Magie.

Komposition, die Charakter zeigt

Setze die Augen in die Nähe einer Drittellinie und achte auf ein klares Catchlight. Fokussiere präzise auf das dem Objektiv nähere Auge. Ein ruhiger Hintergrund und minimalistische Linienführung ziehen den Blick unweigerlich dorthin, wo die Geschichte beginnt.

Komposition, die Charakter zeigt

Türen, Fenster, Bögen oder Laub bilden natürliche Rahmen, die die Person betonen. Ein solcher Rahmen fokussiert, schafft Tiefe und Struktur. Achte darauf, dass Linien nicht in Köpfe schneiden und der Rahmen die Pose unterstützt, nicht dominiert.

Technik, die zählt: Schärfe, Tiefe, Kontrolle

Ein 85 mm mit f/1.8 oder f/2 erzeugt schmeichelhafte Hintergrundunschärfe ohne Gesichtsverzerrung. Achte auf ausreichende Distanz und vermeide extrem kurze Distanzen bei Weitwinkel. Schließe die Blende leicht, wenn zwei Augen in einer Ebene knackscharf sein sollen.

Technik, die zählt: Schärfe, Tiefe, Kontrolle

Aktiviere den Augen-Autofokus, wenn verfügbar, und arbeite mit kontinuierlichem Fokus bei Bewegung. Bei schwachem Licht hilft manuelles Vorfokussieren und leichtes Hin-und-her-Wippen. Prüfe Serienbilder, um unmerkliche Kopfbewegungen zuverlässig abzufangen.

Hintergrund, Farben und Stil bewusst wählen

Farbharmonien, die Gefühle stützen

Komplementärkontraste bringen Energie, analoge Farbschemata Ruhe. Blaugrün mit Hauttönen wirkt elegant, erdige Töne warm und nahbar. Stimme Kleidung, Location und Accessoires ab. Frage dein Modell, welche Farben sich nach „Zuhause“ anfühlen, und kreiere daraus Stimmung.

Hintergrund aufräumen und trennen

Ein Schritt zur Seite entfernt Laternen aus Köpfen, Telebrennweiten komprimieren störende Elemente. Nutze Abstand für sauberes Bokeh, oder setze strukturierte Wände für grafische Klarheit ein. Achte auf horizontale Linien, die nicht durch Augen oder Mund verlaufen.

Requisiten mit Bedeutung

Wähle Objekte, die etwas über den Menschen erzählen: ein abgegriffenes Notizbuch, ein vererbter Ring, eine Kamera aus Kindheitstagen. Frage nach Geschichten dahinter. Teile gern in den Kommentaren, welches persönliche Objekt du in deinem nächsten Porträt zeigen würdest.

Nachbearbeitung mit Gefühl und Respekt

Arbeite mit moderater Klarheit und sanfter Frequenztrennung oder Dodge-and-Burn, statt alles weichzuzeichnen. Achte auf Lippen- und Augenweiß, ohne ins Künstliche zu kippen. Vergleiche vor und nach dem Schritt – und stoppe, sobald die Person echt wirkt.
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